FEUERWEHRHAUS
Bauherr:
Stadt Asperg,
Bürgermeister Storer
Marktplatz 1, 71679 Asperg
Standort:
Lerchenweg 9, 71679 Asperg
Gesamtnutzfläche: ca. 1650m2
Baujahr: 2002 - 03
Geschichte des Gerätehauses
Im Jahre 1886 befand sich das Asperger Feuerwehrgerätehaus noch im Anbau des Rathauses. 1937 wurde bemängelt, dass der Platz nicht mehr ausreiche. Im März 1938 wurde dann beschlossen, ein neues Feuerwehrmagazin zu bauen, das 1939 bezogen werden konnte. 1966 beantragte der Kommandant den Anbau einer Feuerwehrbox mit 2 Stellplätzen. Ebenso sollten Übungsräume und ein Antreteplatz vorhanden sein. Dieser Anbau wurde 1968 realisiert. Doch bereits 1977 gab es erneut Platzprobleme und ein neues Magazin wurde 1979 fertig gestellt. Doch immer mehr Einwohner und Betriebe kamen nach Asperg und das Feuerwehrhaus wurde erneut zu klein. Die Mannschaft musste sich neben ausrückenden Fahrzeugen umziehen. Die Umbauten und Erweiterungen in den letzten 30 Jahren hatten zwar temporär dazu geführt, den wachsenden Aufgaben einer modernen Feuerwehr gerecht zu werden. Das alte Haus platzte trotzdem nach kurzer Zeit wieder aus allen Nähten.
Das Neubauprojekt
Im Jahre 2002 fasste der Gemeinderat der Stadt Asperg den Beschluss, das Ortszentrum Aspergs als „neue Mitte“ durch Verlegung von Straßenzügen und Errichtung von Neubauten für Handel, Dienstleistungen und Wohnen zu aktivieren und zu beleben. Das alte Feuerwehrhaus fiel dabei der geplanten Ortssanierung zum Opfer. Die Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses wurde demnach zwingend notwendig.
Im Jahre 2002-03 wurde der Planungsprozess in Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt Asperg, dem Feuerwehrkommandanten, dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem Architekten vollzogen.
Auf einem freiem Grundstück in zentraler Lage von Asperg konnte ein modernes Feuerwehrhaus nach neuesten logistischen und technischen Erfordernissen errichtet werden, welches nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit dem Bürgermeister Ulrich Storer in einem Festakt offiziell übergeben werden konnte.
Planung und Gebäudedaten
Erste Planungen begannen Anfang 2002. Es folgte die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart wegen Landeszuschüssen. Im Anschluss erfolgte die Beauftragung des Architekturbüro Mögel durch den Gemeinderat und Einreichung des Bauantrages im September 2002.
7 Fahrzeugboxen
Gesamtnutzfläche ca. 1650 m²
Erweiterungsmöglichkeit Richtung Osten
85 Feuerwehr-Spinde für Männer
05 Feuerwehr-Spinde für Frauen
Eigene Übungsstrecke im Hof mit Regenwasserzisterne
Feuerwehrübungsturm als Stahlkonstruktion
Feuerwehr-Rutschstange als Kunst am Bau Farbgestaltung der Wandflächen
Haupteingang Lerchenweg
Feuerrot als Sinnbild für Feuer
Blau als Sinnbild für Wasser
Feuer und Wasser sind Elementarelemente verlegte Kabel 20 km
Offizielle Gebäudefertigstellung 30.11.2003
Erhaltene Architekturpreise:
Auszeichnung guter Bauten 2008
durch den Bund Deutscher Architekten (BDA)
Baden-Württemberg
15. Hugo-Häring-Preis Jahr 2009
Planung und Konzept:
Architekturbüro Mögel
70192 Stuttgart-Germany
Projektleitung:
Dipl.Ing. Architekt
Heribert J. Laustroer
Fotonachweis:
Architekturbüro Mögel ©
Rotraud Harling (DGPh) ©