WEINBAUMUSEUM STUTTGART UHLBACH
Bauherr:
Landeshauptstadt Stuttgart
Standort:
Uhlbacher Platz 4, 70329 Stuttgart
Ausstellungsfläche: 780m2 + 120m2
Baujahr: Kelter 1907
Umbau: Museum 1978-79
Die Ausgangslage
Die alte Kelter in Stuttgart-Uhlbach war von 1907-1948 Gemeindekelter der Uhlbacher Wengerter. Von 1949 bis 1978 wurde die Kelter dann zweckfremd genutzt, sollte aber nun entsprechend Ihrer ursprünglichen Form der sinnvollen Nutzung als Weinbaumuseum zugeführt werden.
Bedingt durch ihre zentrale Lage im Weinbauareal soll in Verbindung mit dem bereits vorhandenen Weinlehrpfad ein Museum entstehen, welches durch Präsentation typischer Gerätschaften und Informationstafeln sinnvolle Informationen über den Weinbau und seiner Randgebiete vermitteln kann.
Im Frühjahr 1977 wird das Projekt nach langer Ruhepause vom Gemeinderat bewilligt, Pläne und Kostenvoranschlag des Architekten werden genehmigt, somit konnte der Ausbau im Herbst 1978 erfolgen. Die Fertigstellung, Eröffnung und Übergabe war zum Weinbaukongress im Mai 1979 erfolgt.
Die Sanierung der tragenden Holzkonstruktion umfasst die Ergänzung fehlender Holzteile, Verstärkung und teilweise Änderung der Konstruktion, deren Anschlüsse und chemischer Holzschutz. Die Stützen des Süd-Ostgiebels erhalten eine Verstärkung durch Aufdübelung zusätzlicher Stützen, durchlaufende Pfetten werden mit den Pfosten neu verankert. Unter Beibehaltung der Neigung werden die Bügen des Windbocks genau angepasst und deren Anschlüsse durch Bolzenverbindungen mit Dübeln über zusätzliche Knaggen verstärkt.
Das Museumskonzept
Um den ursprünglichen Charakter des eigentlichen Gebäudes bestmöglich zu erhalten, wurde bewusst ein modernes Museumskonzept entwickelt, dessen Materialien, Beleuchtung und Einrichtungsgegenstände in deutlichem Gegensatz zum vorhandenen Rahmen stehen.
Als besonderes Gestaltungsmerkmal gilt die Lichtführung, welche dem Museumsrundgang folgend aus einem Endlos-Lichtrohr als Stromschienensystem in den Innenraum eingehängt wurde.
Das Weinbaumuseum Uhlbach wurde dann nach fast 30 Jahren im Jahre 2010 durch die Stadt Stuttgart erneut modernisiert und überarbeitet. Es erhielt in diesem Zuge nochmals eine neue, moderne Innerachitektur sowie ein zeitgemäßes Marketingkonzept für die Museums- und Ausstellungsflächen.
Paul-Bonatz-Preis-Laudatio 1979:
Besondere Erwähnung Platz 4
Auszeichnung 1983:
Bund Deutscher Architekten (BDA)
Baden-Württemberg
Planung und Konzept:
Architekturbüro Mögel + Fuhrer Stuttgart
Projektleitung:
Architekt Helmut Mögel
Fotonachweis:
Stuttgart Marketing GmbH ©
Architekt Helmut Mögel ©